Angebote und Themen für die Abschlussarbeit

Im folgenden finden Sie Ideen für Abschlussarbeiten, insbesondere Wirtschaftsinformatik. Studierende der Hochschule Niederrhein können ein Thema bearbeiten. Dazu nehmen Sie mit mir Kontakt auf, bitte beachten Sie den Beitrag  Abschlussarbeit und legen Sie schon beim ersten Kontakt alle erforderlichen Unterlagen bei. Eine Liste bereits abgeschlosssener Arbeite finden Sie unter :Bachelorarbeiten und Masterarbeiten, abgeschlossen

Stand 12.07.2021

Themen, die ich vergebe …

  1. Geschäftsmodell für die In-Markt-Bringung von Digitalisierungsprodukten am Beispiel von Sensoren und Plattformen für die Imkerei
    Aufgabenstellung: Für die Produktwelt eines Mönchengladbacher Startups (Sensorik, Plattformlösung) soll ein Geschäftsmodell entwickelt werden. Das Produkt existiert als Labormuster und wird derzeit im Rahmen eines geförderten Forschungsprojektes getestet. Die Arbeit  soll verschiedene mögliche Varianten (z.B. Direktvertrieb, Vermietung, Intermediäre wie Amazon oder Imkereibedarfshandel) für Geschäftsmodelle mit Bezug auf die Produktwelt beleuchten. Das Geschäftsmodell soll bereits zum Jahreswechsel 21/22 erprobt werden, die Erprobung ist nicht mehr Gegenstand der Arbeit. Es gibt bereits Material und Vorarbeiten.
    Methoden: Der Gestaltung des Geschäftsmodells ist eine systematische, aber kompakte Recherche (z.B. nach Webster &Watson (2002), Fettke (2006), vom Brocke et al. (2009)) nach dem Stand der Möglichkeiten voranzustellen. Für die Gestaltung des Geschäftsmodells ist vergleichend nach der Business Model Canvas nach Osterwalder und dem St. Galler Startup-Navigator vorzugehen. Für die Bewertung und den Vergleich der möglichen Geschäftsmodelle können Methoden wie eine SWOT-Analyse oder eine Nutzwert-Analyse herangezogen werden. Zur Validierung kann bei Interesse eine empirische Befragung (Kontakte zu Imkern sind vorhanden) eingeflochten werden.
    Ergebnis: Die Arbeit soll eine praktischen Nutzen in Form eines nachvollziehbaren Vorschlags für ein Geschäftsmodell und einer Handreichung für die Implementierung beinhalten.
    Die Arbeit soll in 2021 begonnen und abgeschlossen werden. Geeignet für Studierende der Betriebswirtschaftslehre  insbesondere im berufsbegleitenden Studiengang (BBS).
  2. Entwicklung eines webbasierten mobilen Lernspiels für die Imkerei
    Ausgangslage: Z. Zt. nimmt das Interesse an Bienenhaltung stark zu (z.B. urban bee keeping). Die Vereine kommen mit der Stellung von „Imkerpaten“ kaum nach. Nicht jeder ist gewillt, sich durch die Umfangreiche Literatur zu arbeiten. Ein mobiles Spiel, dass neben dem Spielwert gleich die Grundzüge der Imkerei vermittelt, könnte als „Türöffner“ dienen. Insbesondere können so junge Stadtmenschen mit wenig Naturberührung für das Thema Bienen und darüber hinaus für Insektendiversität sensibilisiert werden.
    Aufgabenstellung: Es soll ein einfaches mobiles Spiel entwickelt werden, das die Pflege eines Bienenstocks zum Thema hat. Dabei sollen die bekannten Einflussfaktoren (Wetter, Tracht, Hygiene/Krankheitsvorsorge) beachtet werden. (Bevorzugt wäre ein virtueller Escaperoom, Realisierung mit Javascript AJAX (PWA) und PHP-Backend, SQLite.
    Erfordert die Einarbeitung in die Bienenhaltung. Es ist von Vorteil, denn die Kandidatin / der Kandidat Imker im Freundes- oder Verwandtenkreises hat.
    Geeignet für Studierende der Wirtschaftsinformatik mit Interesse an Game-Entwicklung, Wirtschaftssimulationen.
  3. Konzeption und Implementierung eines energieeffizienten Systems für die dezentrale Messwerterfassung.
    Unter dieser Überschrift können verschiedene Themen bearbeitet werden, die Teile des Forschungsprojektes Biene40 adressieren. Stichworte sind: LoRaWAN vs. Mobilfunk, Raspberry vs ESP32, Solarzellen vs. Akkus…
  4. Digitalisierung der Bienenhaltung – Marktpotenziale für Trachtwagen und weitere Sensoren im deutschsprachigen Raum (Arbeitstitel)
    >>> ACHTUNG: Das Thema wird zur Zeit (August 2021) bereits bearbeitet. Es wird auf jeden Fall eine Folgearbeit geben (ab Oktober 2021), ab September 2022 können Sie eine Replikationsstudie bearbeiten.
    Ausgangslage: Allein in Deutschland gibt es 130.000 Imker mit 700.000 Bienenvölkern. Bienenhaltung wird ein zunehmend attraktives Hobby, in Südtirol haben Imkervereinigungen großen Zulauf. Digitale Methoden können Neuimker beim Einstieg unterstützen. Gestandene Imker verwenden vernetzte Trachtwagen und andere Sensoren, um ihre Völker über das Internet oder andere Netzstrukturen (SMS, LoRaWAN …) zu überwachen. In der Bachelorarbeit Schmetz, Sebastian (   ) wurde das Markgeschehen bereits analysiert. In der Masterarbeit Hausmann, Alexandra (2020) Digitalisierung der Landwirtschaft – Wie kleinere Betriebe die Zukunft von Landwirtschaft 4.0 sehen wurde die Sicht von (Berufs-)Landwirten auf Digitalisierung untersucht, offen ist die Sicht von Imkern (i.d.R. Hobby-Tierwirte).
    Aufgabenstellung: Als Nachfolgearbeit soll der Markt für digitale Produkte, insbesondere vernetzte Waagen, analysiert werden und so ein aktuelles Bild liefern. Aus dem so entstandenen aktuellen Bild können auch StartUps Marktlücken erkennen und die Lücken mit Produkten und Dienstleistungen schließen.
    Neben einer Literatur- und Internetrecherche sollen auch Imker zu Wort kommen. Hierzu sind geeignet Instrumente (Interviews, Online-Befragung) auszuwählen und einzusetzen.
    Geeignet für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere berufsbegleitend, mit Interesse an Digitalisierung und Imkerei sowie der Fähigkeit, aktiv auf Menschen zuzugehen.
  5. Entwicklung eines KI-Systems für Beobachtungsszenarien im Naturschutz (Arbeitstitel)
    Ausgangslage: Mit dem Rückgang der Fluginsekten haben Singvögel zunehmend Schwierigkeiten, ihre Brut aufzuziehen. Ebenso stellen Kälteeinbrüche ein Problem dar. Die Folge ist, dass nun nach den Insekten auch die Singvogelpopulation sinkt. Naturschutzorganisationen stellen sich die Frage, ob und wie bereitgestellte Nisthilfen angenommen werden und woran der Bruterfolg scheitert. Eine Überwachung mit Bildern über das Internet (Webcam) ist nicht immer möglich. Jedoch stellt die Kontrolle von Nistkästen z.B. über LoRaWAN eine Alternative dar in Fällen, wo keine Internetanbindung für direkte Bildkontrollen vorhanden ist. Die Bilder müssten dann gleich vor Ort ausgewertet und in Kennzahlen umgesetzt werden. Wichtig wäre im ersten Schritt herauszubekommen, ob und wann ein Altvogel eine Nistgelegenheit besucht hat.
    Lösungsansatz: Seit 2002 wird das Brutverhalten von Singvögeln mit Videotechnik untersucht, seit 2013 mit einem Beobachtungssystem auf Basis des Raspberry Pi weiter entwickelt. Es existiert umfangreiches Bild- und Datenmaterial, um nun entsprechend neuronale Netze zu trainieren, siehe Dokumentation zur Brutsaison 2019: https://cbrell.de/blog/brutsaison-2019-digitale-naturbeobachtung . Eine Lösung für Honigbienen existiert bereits, muss aber aufgrund der rasanten technischen Entwicklung dringend überarbeitet werden. siehe https://cbrell.de/blog/honigbienen-2019/#bienenki und https://cbrell.de/biene40. In einem studentischen Projekt Mitte 2020 wurde gezeigt, dass eine Erkennung von Blaumeisen in Nistkästen mit einem Raspberry Pi, Tensorflow Lite und einer Reaktionszeit unter 10 Sekunden möglich ist.
    Aufgabenstellung: Auf einem in den Nistkasten implementierbaren Kleinrechner (Raspberry Pi Zero bevorzugt) soll ein System bereitgestellt werden, das alle drei Minuten Bildaufnahmen aus dem Innern von Nistkästen bewertet und Kennzahlen erzeugt (Ist ein Altvogel im Nistkasten oder nicht). Im ersten Schritt kann mit dem umfangreichen vorhandenen Bildmaterial (über 4 Millionen Einzelbilder) gearbeitet werden.
    Alternative Vorgehensweise sind zu beleuchten. Das System ist so aufzubereiten, dass Naturschutzorganisationen ohne vertiefte Technikkenntnis das System nachbauen können.
    Beinhaltet: Einarbeitung in Computer Vision und neuronale Netze (openCV, Python, DNN, Tensorflow, YOLO und Co. Webservices in PHP. Je nach Interessenlage evtl. SQLite, Visualisierung mit Javascript und AJAX)
    Geeignet für Studierende der Wirtschaftsinformatik mit Interesse an KI und Edge-Computing sowie Naturschutzthemen.
  6. Entwicklung eines KI-Systems zur Erkennung von analogen Sensoren (Arbeitstitel)
    Ausgangslage: In vielen Fällen kann in unzugänglichen Umgebungen keine digitale Messapparatur eingebracht werden (lebensweltliches Beispiel: Backofen) oder es existiert bereits einen analoge Messapparatur. Bilderkennung liefert eine Möglichkeit, analoge Anzeigeinstrumente zu „digitalisieren“ und die Messwerte so über das Internet sicht- und recherchierbar zu machen.
    Aufgabenstellung: Auf einem Kleinrechner (Raspberry Pi Zero bevorzugt) soll ein System bereitgestellt werden, das minütlich beispielhafte analoge Sensoren (z.B. Backthermometer, mechanische Kofferwaage, Inventurzähler) mit der Kamera analysiert und erkannte Werte an einen Webservice übermittelt.
    Beinhaltet: Einarbeitung in Computer Vision und neuronale Netze (openCV, Python, DNN, evtl. Tensorflow, Webservices in PHP und SQLite, Visualisierung mit Javascript und AJAX)
    Geeignet für Studierende der Wirtschaftsinformatik mit Interesse an KI und Edge-Computing.

In Bearbeitung

  1. Schmitz, Yvonne (in Arbeit): Digitalisierung der Bienenhaltung – Marktpotenziale für Trachtwaagen und weitere Sensoren im deutschsprachigen Raum 

Weitere Quellen und Hinweise

Zur Person des Betreuers Prof. Dr. Claus Brell

Merkregeln für das Schreiben von Seminar- und Abschlussarbeiten

Derzeit zurückgestellte Angebote (voraussichtlich ab 2022)

  1. Konzeption und Entwicklung einer mobilen Anwendung für den Bergsport
    Ausgangslage: Es gibt bereits zahlreiche GPS-Tracker, die jedoch umständlich, akkubeanspruchend oder zu kompliziert für die Zielgruppe 50+ sind. UX ist meist schlecht. Das trifft auch für viele Geräte zu (Ausnahme z.B. Garmin GPS60CSX) (meine Garmin-Uhr verlangt von mir für das einfache Speichern eines Tracks vier! Entscheidungen. Das sind vier zuviel.) Gespräche mit Bergwanderern ergaben: man wünscht sich lediglich eine Aufsummierung der Höhenmeter, die bewegte Zeit und wenn möglich die Angabe der verbrauchten Kalorien. Niemand hat Lust, sich in die Bedienung einer komplizierten Software einzuarbeiten.
    Aufgabenstellung: Der Markt ist zu analysieren (welche GPS-Tracker verkaufen sich gut, wie sehen derzeit die bestehenden Lösungen aus, was wird in Zeitschriften diskutiert…), und daraufhin eine radikal einfache Anwendung zu konzeptionieren und umzusetzen.
    Technisch liegt der Fokus auf einer PWA mit Webservices in PHP.
    Beinhaltet: Einarbeitung in Glättungsalgorithmen und GPS.
    Geeignet für Studierende der Wirtschaftsinformatik mit Interesse an mobiler Entwicklung und GPS.
  2. Konzept zur Erhöhung der IT-Security-Awareness und der IT-Security-Literacy in KMU mit gamifizierten e-Learning-Komponenten.
    Abschlussarbeit im Bereich „Informationssicherheit in KMU“. Der Stand der IT-Sicherheit in KMU (mit Fokus auf Akzeptanz und Kenntnisse der Mitarbeiter) soll ermittelt werden. Auf Basis eines bereits in der Hochschullehre eingesetzten Lehr-Lern-Instruments (OREP Online-Repetitorium) entwickeln Sie ein niederschwelliges „Klick“-Training. Das beinhaltet die inhaltliche Weiterentwicklung (Schwerpunkt) als auch Programmierung (Javascript – AJAX – PHP-SQLite).
    Geeignet für Studierende der Wirtschaftsinformatik oder Betriebswirtschaftslehre mit Interesse an IT-Sicherheit, Gamification, HR, E-Learning.
    Das Lehr-Lerninstrument (derzeit PHP, Datenhaltung in CSV-Dateien) ist weiterzuentwickeln.
  3. Nutzung von Spieleengines zur Entwicklung von Dashboards (Arbeitstitel)
    Ausgangslage: Mit Industrie 4.0 und Internet of Things kommen große Datenmengen im Internet zusammen, die für eine Nutzung durch Menschen visualisiert werden müssen. Ein Alternative für die Entwicklung plattformübergreifender Visualisierungen (Dashboards) können Spieleengines darstellen.
    Realisierungsidee und Aufgabenstellung:  Ausgehend von in Mönchengladbach auf dem Campus erhobenen Wetterdaten (siehe https://cbrell.de/raspilab/umweltdaten.php?pin=HochschuleNiederrhein1&modus=tab) soll ein leicht anpassbares Dashboard entwickelt werden und gezeigt werden, ob und welche Spieleengine dazu geeignet ist.
    Geeignet für: Studierende der Wirtschaftsinformatik, die sich mit Spielengines und Webservices befassen möchten. Voraussichtliche Programmierumgebungen: UNITY (Kenntnisse in DOT NET und C# von Vorteil) sowie Webservices in PHP.
  4. Unterstützung des stationären Handels mithilfe einer mobilen, akkuschonenden, datensparenden geobasierten Anwendung mit einer Android App und Webservices. (Arbeitstitel)
    Das ist eine Folgearbeit zu einem bereits bearbeiteten Thema auf iOS. Schwerpunkt der Arbeit ist die Bereitstellung eines Demonstrators, der die wesentlichen Eigenschaften der Akkuschonung und der Datensparsamkeit zeigt. Das Datenbank-Backend (einfache Webservices in PHP, einfache Datenbank in SQLite oder hilfsweise MySQL) gehört ebenso dazu.
    Als Technik kann AJAX / PWA (bevorzugt) oder aber Flutter und Dart  eingesetzt werden. Die Auswahl ist durch z.B. eine Nutzwertanalyse zu begründen.
    Geeignet für Studierende der Wirtschaftsinformatik (Bachelor) mit Interesse an App- und Webentwicklung.

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