Ziel.  naturWatch HN entwickelt einen Bausatz für die internetgestützte, autarke Naturbeobachtung, der von jedem mit Heimwerkerkenntnissen für unter 300 Euro Materialkosten aufgebaut werden kann. Mit den Beobachtungsmöglichkeiten soll im Anschluss an des Projekt ein Beobachtungsnetzwerk aufgebaut werden, um Erkenntnisse zunächst für den Vogelschutz zu gewinnen.
Sekundärziel ist, die Verbindung von Naturschutz, Naturerleben und Digitalisierung aufzuzeigen – Naturschutz 4.0. Schon während der Projektlaufzeit zeigt sich, dass damit junge Menschen angesprochen werden und die Digitalisierung aus der Nerd-Ecke herauskommt. Auch bei Mädchen wird IT damit anschlussfähig. Ergebnisse aus dem Projekt fließen in die Raspberry Pi Schülerworkshops an der Hochschule Niederrhein ein und bilden den motivationalen Rahmen für den Girls Day 2018 des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftsinformatik).

Stand 17.12.2023: Das Projekt ist beendet. Das Beobachtungssystem ist mittlerweile an vielen Stellen installiert und lässt sich einfach nachbauen.

Die Brutsaison 2019 hat begonnen. Hier geht es zur Dokumentation https://cbrell.de/blog/brutsaison-2019-digitale-naturbeobachtung/.

Mit dem Vorhaben #biene40 (https://twitter.com/hashtag/biene40) wollen wir an der Hochschule Niederrhein das Projekt um anwendungsbezogene Forschung um Honigbienen, Hummeln und Wildbienen mit Digitalisierung weiterführen. UPDATE 2023: Das Projekt wird erfolgreich durchgeführt und vom BMEL gefördert: http://bieneviernull.de

Aktuelle Bauanleitungen finden Sie in der Übersicht: https://cbrell.de/naturwatch/selbstbau-anleitung-projektstand/

Der im Rahmen des Projektes entwickelte Bausatz ist geeignet, Höhlenbrütern wie Kohlmeisen oder Kleiber eine Nistgelegenheit zu geben und sie beim Brüten zu beobachten. Die Technik kann aber leicht an andere Beobachtungssituationen angepasst werden. Aktuell werden Vorversuche mit einer Nisthilfe für Erdhummeln entwickelt und erprobt. Eine Herausforderung stellt die Beobachtung unter Wasser (Fische, Amphibien, Libellenlarven…) dar, die in einem Folgeprojekt mit Unterwasserrobotern angenommen werden soll..

naturWatch HN ist ein Projekt der Hochschule Niederrhein mit den Partnern

  • Astrid Lindgren Schule, Willich-Schiefbahn,
  • Hegering Vorst,
  • Bischöfliche Marienschule Mönchengladbach,
  • Justizvollzugsanstalt Willich.

Die Justizvollzugsanstalt hilft mit ihrer Schreinerei bei der Entwicklung des eigentlichen Nistkastens. Die Prototypen werden aus Seekiefernsperrholz gefertigt. Mittlerweile kann man den Standardnistkasten nach Anleitung selber bauen oder bei der JVA anfertigen lassen. Die Elektronikkomponenten basieren auf dem Raspberry Pi und der Raspberry Pi Infrarotamera. Eine große Herausforderung ist die autarke Energieversogung mit Solarzellen und Akku. An das Projekt sind mehrere studentische Arbeiten gekoppelt. Somit ist ein dritter Outcome des Projektes der Transfer zurück in die Hochschullehre.

 

Das Projekt wurde von der Heinz Sielmann Stiftung (https://www.sielmann-stiftung.de/) gefördert und von der Telekom mit einer Spende unterstützt.

Projektstand

  1. Stand: 11.03.2019:
  2. Formal ist das Projekt seit August 2018 beendet. Aus dem Projekt haben sich Schulkooperationen und Folgeprojekte ergeben. Mit Hilfe von Studierenden werden die Projektergebnisse verstetigt.
  3. Die Beobachtungen „Brutsaison 2019“ sind gestartet.
    http://cbrell.de/naturwatchcam/
  4. Die Beobachtungen „Brutsaison 2018“ sind abgeschlossen.
  5. Eine vereinfachte Variante der Bild-Hochlade-Skripte ist online.
  6. Die Temperaturmessung wird mittlerweile in einem Bienenstock getestet. Das sich daraus ergebnes Folgevorhaben firmiert unter #biene40.
    http://cbrell.de/biene40/
  7. Die Prototypen für Vogelnistkasten „einfach“ und „Vogelnistkasten luxus“ wurden erfolgreich getestet. In mehreren Nistkästen wurden über 60.000 Einzelfotos aufgenommen. Aus den Erfahrungen wird der Nistkasten einfach empfohlen.
  8. Ein Prototyp für eine Erdhummelnisthilfe auf Basis eines Gasbeton-Kastens wurde eingebaut, leider im Sommer 2018 von keiner Hummel angenommen. Mitte Februar 2019 ist ein neuer Versuch gestartet.
  9. Die autarke Energieversorgung (Im Prototypen auf dem Campus der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach) hat ihren Test in der Brutsaison 2018 erfolgreich bestanden. Das Gesamtsystem reagiert  robust auf Stromausfall und verhält sich resilient, heißt, startet wieder, wenn genügend Sonnenenergie da ist.

Bauanleitungen

Bauanleitung für den Nistkasten einfach:
https://cbrell.de/blog/bauanleitung-video-nistkasten-fuer-hoehlenbrueter/

Anleitung: Skripte für das einfache Hochladen von Bilder nim dem Raspberry Pi.

Bauanleitung für eine adaptive Infrarotbeleuchtung.

Bauanleitung (Prototyp) Nisthilfe für Erdhummeln.

Bauanleitung für einen mobilen Hummelnistkasten, Test in 2019
https://cbrell.de/blog/hummelnistkasten-2019/ 

Bauanleitung für einen Hummelnistkasten aus einen Standard-MiniPlus-Beute
https://cbrell.de/blog/hummelnistkasten-aus-miniplus-beute-bauen/

 

Prof. Dr. Claus Brell, claus.brell@hsnr.de

 

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