Honigbienen 2022 – Blühkalender und Wildbienen, Mini-Plus

Unter Honigbienen 2022 – Blühkalender und Wildbienen finden Sie ausgewählte Einzelaspekte zur Bienenhaltung in Mini Plus und anderen Imker-bezogenen Inhalten, insbesondere mit einem Regionalbezug zum Niederrhein.

Sammlungen der letzten Jahre finden Sie in

Honigbienen 2021

Honigbienen 2019

Eine Sammlung interessanter Einzelfakten über Honigbienen ist hier zusammengestellt.

Stand: 17.06.2022

Blühkalender und Wildbienen 2022

Blühkalender am Niederrhein

Dieser sehr individuelle Blühkalender mit Beobachtungen am Niederrhein soll eine Richtschnur für 2023 werden, welche Pflanzen ich im Garten noch für mein privates „Trachtfließband“ haben sollte.

Den phänologischen Kalender für NRW findet man beim deutschen Wetterdienst: https://www.dwd.de/DE/leistungen/phaeno_uhr/phaenouhr.html

Weidenkätzchen 22.02.2022

Bild Weidenkätzchen

Bildquelle: Matthias Krahn

Zierkirsche 28.02.2022

Bild Zierkirsche

Bildquelle Roland

Blutpflaume 10.03.2022

Bild Blutpflaume Blüte

Schlehe (Prunus spinosa) Nektarwert 3 Pollenwert 2 11.03.2022

Bild SchlehenblüteBild Schlehe ganzer Strauch

Gewöhnliche Mahonie, gutes Nektar-Angebot (N2), sehr gutes Pollenangebot (P4) 15.03.2022

Bild gewöhnliche Mahonie Blüte Blatt

Scheinquitte 15.03.2022

Bild Scheinquittenblüte

Mandelblüte 15.03.2022

Bild Mandelblüte

Zierkirsche 19.03.2022

Bild Zierkirsche mit Biene

Bild Zierkirsche

Bildquelle Philip Kunz

— deutliche Trachtlücke Anfang Juni 2022 —

Sommerlinde 10.06.2022 (Meldung Harald Koch)

Allgemeine Infos zur Sommerlinde: https://www.baumkunde.de/Tilia_platyphyllos/

Bild Blätter und Blüten der Sommerlinde vor teilbedecktem Himmel

Silberlinde 19.06.2022 (meldung Olaf S., Krefeld)

Allgemeine Infos zur Silberlinde: https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/kurzportrait-silberlinde

Wildbienen

Erste Sichtungen

Erdhummel 07.03.2022

Rostrote Mauerbiene 11.03.2022, Nistplatzsuche ab 17.03.2022

Bild rostrote Mauerbiene mit freier Nistgelegenheit Bild rostrote Mauerbien mit teilbelegter Nistgelegenheit

 

Imkern in Mini Plus

18.03.2022 Vorbereitung für das Aufsetzen der Honigzargen

Meine Mini-Plus-Völker dienen nicht der Honigbewirtschaftung, sondern der erlebnisorientierten Bienenhaltung. Etwa so, wie sich auch Menschen, die nicht Jäger oder Landwirt sind, einen Hund halten. Daneben ist noch das wissenschaftliche Interesse: Sensoren entwickeln und Daten sammeln für das Projekt Biene40 (http://bieneviernull.de). Trotzdem bekommen die Völker einen Honigraum über Absperrgitter aufgesetzt. Den eingetragenen Honig bekommen die Völker allerdings im nächsten Winter als Futter zurück. Die Mini-Plus-Honigzargen friere ich komplett, so wie sie sind, ein.

Hin und wieder lassen Verwandte nicht locker und wollen unbedingt Wabenhonig haben, den ich nicht immer verwehren kann. Bis zu zwanzig Euro könnte man für eine schöne Mini Plus Honigwabe mit etwa 1 kg Honig erzielen – ein Betrag, für den der Aufwand nach meiner Einschätzung allerdings nicht lohnt. Da es jedoch vorkommt, wird alles entsprechend hygienisch präpariert und die Rähmchen vorbereitet.

Die meisten Bienen bauen in der Trachtzeit die Waben gerne an Führungen und Leitplanken orientiert. Außerdem neigen Bienen weniger zum Verbau der Oberträger, wenn diese dicker sind. Es hat sich bewährt, eine Dreiecksleiste für den Wabenbau-Start anzubieten (Abb.) – die Bienen bauen dann an der unteren Kante und in der Regel auch sehr gerade. Die Drähte aus den Rähmchen werden entfernt. Da der Honig nicht geschleudert wird und die Abstände zu den Rähmchenrändern sehr klein sind, ist eine Drahtung nicht erforderlich. Die Nutzung als Wabenhonig und auch das spätere Dampfwachsschmelzen geht ohne Drähte besser.

Bild Mini Plus Rähmchen mit Dreiecksleiste

Abb. : Kiefer Dreiecksleiste als Wabenbau-Starthilfe, von unten auf den Oberträger geklebt. Da Wochenlang keine Dreiecksleisten kaufbar waren, kommen Teilweise auch Quadratstäbe zum Einsatz.

Bild neue Mini Plus Honigraum Zarge mit Honigwabe

Abb. : Die Mini-Plus-Honigraumkonfiguration. Eine Honigwabe aus der letzten Tracht kommt als „Lockwabe“ hinzu. Je nach Genetik der Bienen – insbesondere bei Buckfast –  klappt es auch ohne solche Tricks. Unter den Honigraum kommt ein Metall-Absperrgitter.

Bild Mini Plus mit Honigzargen

Abb.  : Aufbau von drei Mini-Plus-Völkern für den Vergleich. Der weiße Punkt kennzeichnet die neuen Honigraum-Zargen. Rechts im Bild ein Schwarm aus dem späten 2021. Der Schwarm hat sich so stark entwickelt, dass es mir nicht möglich war, ihn auf unter drei Zargen zu überwintern.

17.06.2022 Mini-Plus Bienen nehmen 48 g Kristallzucker ab

Ableger zweizargig in Mini-Plus werden gleich mit einer Futtertasche versehen. In die Futtertasche kommt nomaler Haushaltszucker. Sobald die neue Königin in Eilage geht, entsteht reichlich Feuchtigkeit in der Beute. Zucker zieht die Feuchtigkeit an. Die mit Zucker gefüllte Futtertasche hat zwei Effekte:

  1. Insgesamt scheint es in der Beute oben etwas trockener zu sein, das der Zucker das Wasser anzieht.
  2. Die Bienen können von der angefeuchtetet Oberfläche den Zucker abnehmen. Sehr schnell ist die Futtertasche mit Bienen besetzt. Mit einer Haushaltswage werden folgende Abnahmemengen durch ein zweizargiges Mini-Plus Volk (9 Wabengassen besetzt) gemessen:
    09.06.2022 bis 11.06.2022: 28 g pro Tag
    11.06.2022 bis 17.06.2022: 46 g pro Tag.

Weitere Infos zu Mini-Plus Beutengewichten: Mini-Plus für den Winter einfüttern – was sollen Beuten wiegen?

17.06.2022 Erste Varroa in neuem Ableger nach Brutpause

Bei einem Ableger, der sich selber eine Königin aus junger Brut nachbeschafft hat, liegt nun die erste Varroa auf dem eingelegten Schieber.

Bild: eine Varroa auf einem weißem Brett. Bunter Pollen und Wachskümelchen.

Abb. Ausschnitt des Varroa-Schiebers mit Pollen, Wachskrümelchen und einer gefallenen Varroa.

Ein neuer Ableger ist nach Brutunterbrechung also keinesfalls varroafrei. Da es sehr unwahrscheinlich ist, dass das Volk den Varroa-Befall mehr als zwei Jahre überlebt, muss nun schon nach der ersten Varroa über eine Behandlung nachgedacht werden. Ein schadschwellenorientierte Behandlung ist in 2021 in mehrzargigen Mini-Plus gescheitert. Durch den mehrzargigen Aufbau wird der wahre Befall durch den Fall der Varroa auf den Schieber unterschätzt.

Der Varroaschieber für Mini-Plus besteht aus einem 4 mm Lauan-Sperrholzbrettchen, wasserfest verleimt. Einseitig ist das Brettchen mit weißem Autolack eingesprüht. Vor dem Einsetzen bestreiche ich das Brettchen hauchdünn mit Vaseline.  Dadurch bleibt das Fallgut etwas haften. Ameisen mögen die Vaseline nicht und tragen auch nichts weg.

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