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Honigbienen 2019

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Dieser Beitrag hält chronologisch die Aktivitäten mit sensorbestückten Honigbienen fest. Ziel ist, Bienen als Biosensoren in der Landwirtschaft einzusetzen.

30.01.2019 Artikel in Bienen&Natur verfügbar

Der Artikel zu der mit Temperatursensoren ausgestatteten Beute ist erschienen.

Abb.: Teaser des Artikels „Der Körperwärme des Biens auf der Spur“ in binen&natur.

18.02.2019 Wärmebildaufnahmen des Bienenstocks

Mit einem Wärmebildaufsatz für das Smartphone sind Aufnahmen der Temperaturverteilung in der Bienenbeute möglich. Das Bild zeigt die Bienentraube oben rechts in der Beute, links unten ein kleines Heizpad, dass auf dem Varroaschieber liegt, sowie den warmen Raspberry Pi (für die Temperaturmessungen) unter der Beute.

Abb.: Wärmebildaufnahme

17.04.2019 Vorbereitung Ablegerbildung

Aus zwei MiniPlus-Rähmchen und etwas Spanndraht als Klammer lassen sich große Rähmchen bauen, die gut in Zander oder Dadant US Zargen passen. Die Bienensollen die Rähmchen ausbauen. Dann können sie einzeln mit Bienen entnommen und gleich in MiniPlus umgehangen werden. Damit die Rähmchen zusammensteckbar sind, wurden sie mit einer Puksäge asymetrisch eingesägt.

 

Abb.: Zwei verbundene MiniPlus-Rähmchen für die Ablegerbildung

20.04.2019 Naturwabenbau nach 20 Stunden

Testweise wurde statt eines Rahmens lediglich eine Holzleiste eingehangen. Nach 20 Stunden haben die Bienen aus gelblichen Wachs schön anzuschauende Waben gebaut.

Abb.: Naturwabenbau auf Holzleiste

Abb.: Die Hochschulbienen bauen wie sie wollen und halten sich nicht an die Wabengrößen in der Literatur.

15.05.2015 Zwischenzarge für Soundaufnahmen aus dem Bienenstock

Eine flache Zwischenzarge (auf Honigraum unter Deckel) soll Soudaufnahmen aus dem Bienenstock ermöglichen. In der Zwischenzarge sind fünf Temperatursensoren, ein kombinierter Feuchte / Temperatursensor, eine Mikrofon mit Vorverstärker sowie AD-Wandler und ein Raspberry Pi als Prozessrechner untergebracht.

Abb.: Zwischenzarge mit Mikrofon

17.05.2019 Ableger MiniPlus

Ein Ableger MiniPlus mit zwei Brutwaben, zwei Futterwaben und einer zweier Futtertasche angelegt. Der Ableger kommt zwei Tage mit einer dünnen Decke bedeckt in die Garage („Dunkelhaft“).

18.05.2019 Umstieg auf Dadant Schritt 1

Mit zwei selbstgefertigten Adaptern aus Karrosseriesperrholz und einer Bienenflucht beginnt der Umstieg von Zander auf Dadant US. Zwei halbe Dadant Honigräume werden zwischen Zander Brutraum und Zander Honigraum gesetzt. Zwischen Dadant Honigraum und Zander Honigraum kommt die Bienenflucht. Zwischen Dadant Honigraum und Zander Brutraum befindet sich ein Gitter, um die Königin aus dem Honigraum fernzuhalten. Nach 24 Stunden war über die Bienenflucht der Zander Honigraum leer.

Abb.: Der Adapter unter Dadant und über Zander

 

Abb.: Zwei halbe Dadant Honigräume auf Adapter

Abb.: Der obere Adapter auf Dadant unter Zander

 

Abb.: Der obere Adapter auf Dadant Honigraum

Abb.: Die selbstgebaute Bienenflucht

Abb.: Der ganze Aufbau für den Umstieg I

20.05.2019 Weiselzellen eingesetzt, Volk geteilt

Zwei Miniplus mit Weiselzellen B653 22.5 ausgestattet:

  1. Garagendach Mitte, Flugloch Richtung Süden
    Diese Völkchen hat einen hohen Futterbedarf (1 kg Flüssigfutter in zwei Tagen)
  2. Garage Seite, Flugloch Richtung Osten

Abb.: Eine schlupfreife Weiselzelle

Abb.: Weiselzelle in MiniPlus

Das „Muttervolk“ wird auf zwei Zander-Beuten aufgeteilt. Die Beute ohne Königin erhält zwei Rahmen mit offener und verdeckelter Brut sowie zwei halbvolle Honigwaben.

Abb.: Der Plan für den großen Ableger in Zander

29.05.2019 schlupfreife Weiselzellen eingesetzt, erste Wachsernte

Testweise wurden Weiselzellen (B661 / 31.5) eingesetzt:

  1. Apidea Begattungskästchen Flugloch Richtung Süden
  2. MiniPlus Standort Garagendach West, Flugloch Richtung Osten

Abb.: Weiselzelle in MiniPlus

Die erste Wachsernte wurde gereinigt und ergab eine Ausbeute von 9 Gramm.

Abb.: Die erste Wachsernte

04.06.2019 Bienen zählen mit KI

Es ist Masterstudenten Dennis Maus gelungen, mit neuronalen Netzen auf dem Raspberry Pi und der Raspberry Pi Kamera Bienen zu identifizieren und zu zählen. Dabei ist eine Differenzierung nach Bienen und Bienen mit Pollenhöschen möglich.

Vorläufige Ergebnisse können unter https://cbrell.de/naturwatchcam eingesehen werden, die Bilder werden alle zwei Minuten aktualisiert.

Ziel der Untersuchungen ist, Bienenaktivitäten mit Temperaturmessungen in der Beute zu Korrelieren und darüber Erkenntnisse über die Wahrnehmungen des Biens zu gewinnen. Zudem bedeutet das, dass Hobbyimker weniger oft in ihre Beute schauen müssen und so schonender Imkern können.

05.06.2019 Temperaturmessungen an Brutwabe

Am Morgen wurden bei Bienenland, Imkerei van den Bongard ind Willich, an einer Brutwabe an vier Stellen Temperatursensoren befestigt: Wabe Mitte, Wabe unten, Wabe am Rand, außerhalb der Beute. Ziel des gemeinsamen Vorhabens von Hochschule Niederrhein und Bienenland ist es, Unstimmigkeiten in der Literatur bezüglich der Verdeckelungszeiten von Weiselzellen aufzudecken.

Abb.: Johann van den Bongard und die mit Sensoren präparierte Brutwabe

06.06.2019 Nicot Weiselnäpfchen entfernt, zweite MiniPlus-Zarge aufgesetzt

Zwei MiniPlus wurden kontrolliert. Die Näpfchen waren leer und unten offen. In einer MiniPlus wurde eine Königin gesichtet.

Abb.: Eine gebrauchte Weiselzelle

08.06.2019 Ableger brauchen viel Futter

Ein Völkchen in einer mittlerweile zweizargigen MiniPlus braucht reichlich Flüssigfutter. Zur Zeit sind MiniPlus-Futtertaschen nicht lieferbar. Daher habe ich zunächst mit einem Notbehelf (Tupperdose) gefüttert und dann eine Futtertasche mit Aufstiegshilfe aus Sperrholz und Leisten selber gebaut.

Abb.: Die provisorsche Futtertasche aus einer Tupperdose

Abb.: Die selbstgebaute Futtertasche mit Aufstiegshilfe in MiniPlus

Abb.: Die zweite MiniPlus-Zarge

Abb.: Alles zusammengebaut und mit Dachziegel beschwert auf dem Garagendach

12.06.2019 Kontrolle des Muttervolks (Königin, Schwarmzellen)

Bei der Durchsicht des Muttervolks, das immer noch in einer Zander-Beute residiert, wurden keine Schwarmzellen gefunden. Die Temperaturmessungen im Stock zeigen seit ein paar Tagen dass Phänomen, dass die Bodenzargentemperatur kurzzeitig über der Brutzargentemperatur liegt. Wir hatten vermutet, dass das Schwarmvorbereitungen ankündigt.

Abb: Temperaturmessungen mit ungewohnt hoher Bodenzargentemperatur

Auch die Suche nach der Königin war wieder erfolglos, es scheint aber eine im Stock zu sein, da heute Maden verschiedenen Alters zu sehen sind. Alles sieht sehr hübsch aus, es wird Polen eingetragen, die Bienen summen bei 200 Hz, das Volk scheint also weiselrichtig zu sein.

Abb.: Dicke Maden verschiedenen Alters, gepflegt von Promenadenmischungs-Bienen Carnica und Buckfast.

Abb.: Das ganze Rähmchen mit verdeckelten Zellen, offener Brut und Bienen.