Tabakgarage – Eine Fallstudie für die Wirtschaftsinformatik

Fallstudie Tabakgarage
(ungesunde Sachen stationär und online verkaufen)

Anhand der Fallstudie können Methoden der Wirtschaftsinformatik eingeübt werden: Systemarchitektur nach ARIS, Prozesse mit eEPK, Datenmodelle mit Relationen und ERM, Topologien, Mockups, Use Case Diagramme.

 Firma

Arnold Schwarzhand liebt Zigarren. Zusammen mit der Tätigkeit in einer Druckerei war das seiner Lungenfunktion nicht zuträglich, er ist nun Frührentner muss sich neu orientieren. Medien und Internet haben ihn immer interessiert, ein wenig programmieren hat er sich selber beigebracht. Seine Frau Sonja verkauft erfolgreich Tupperware und Schaukampfschwerter, so stürzt Arnold sich motiviert in das Abenteuer Gründung im stationären Handel und macht in seiner Garage einen Tabakladen auf[1].  Das Unternehmen startet mit genau drei Zigarrensorten: Rote Virginier (echt mit Halm), Brasil Zigarillos und Kentucky Darkfired  Americanos. Sonja Schwarzhand mag im Übrigen lieber Katzen als Zigarren.

Team

Arnold Schwarzhand macht vom Einkauf bis zum Verkauf alles selbst. Seine Frau Sonja nimmt telefonische Anfragen entgegen, schreibt Rechnungen, wenn sie gewünscht sind, und unterstützt beim Papierkram und der Steuer.

Digitalisierung

Arnold Schwarzhand geht mit der Zeit.

Seinen Internetzugang hat er über das Unternehmen 1und1. Als Router hat er eine FritzBox. An die Fritzbox sind angeschlossen: Ein Faxgerät, zwei Notebooks (eins für die Büroarbeiten und eins zum Internet-surfen und youtube schauen), ein Laserdrucker, ein elektronisch über das Internet überwachter Humidor[2] basierend auf einem Raspberry Pi.

Arnold Schwarzhand nutzt intensiv sein Smartphone, sowohl über WLAN als auch über Mobilfunk. Meist verwendet er den Browser, spezielle Apps verwendet er nicht. Mit dem Smartphone schaut er sich die Online-verkäufe an und kontrolliert die Luftfeuchte im Humidor.

Auf den Notebooks verwenden die Schwarzhands Word für den Schriftverkehr und Excel für alle Berechnungen. Für Mails verwenden die Schwarzhands das von 1und1 angebotene Web-Interface, also nur den Browser.

Neben 1und1 hat Arnold Schwarzhand noch einen Vertrag mit dem Unternehmen Domainfactory als Content-Provider. Er betreibt auf einem Internet-Server von Domainfactory die Website www.tabakgarage.de, die aus zwei Komponenten besteht:

  1. Einer HTML-Seite (index.html), die lediglich Informationen über das Unternehmen, die Anfahrtsbeschreibung und Bilder der Zigarren enthält.
  2. Eine HTML-Seite mit Formular und einem PHP-Script für die Speicherung der Bestellung. (bestellung.html und bestellung,php). Arnold Schwarzhand hat Bedenken wegen der DSVGO und verzichtet auf Kontaktformulare und ähnliches. Die Bestellungen werden in einer einfachen CSV-Datei gespeichert, die jeden Abend heruntergeladen und in Excel ausgewertet wird.

Ablauf einer Zigarren-Online-Bestellung

Ein Kunde ruft die Seite tabakgarage.de auf, klickt auf den Shop und sieht ein Formular. Das Formular hat ein Eingabefeld für die Kundendaten (Name, Adresse). Im Weiteren sind die drei Zigarrensorten mit den Nummern 01, 02, und 03 untereinander aufgeführt. Zu jeder Zigarrensorte gibt es ein Bild einer Zigarre. Rechts daneben ist ein Eingabefeld, in das ein Kunde die Anzahl der gewünschten Pakete eintragen kann.

Unten auf der Seite ist ein Absendebutton.

Drückt ein Kunde auf den Absendebutton, erscheint eine Seite mit den eingegebenen Kundendaten und mit einer Liste seiner Bestellung. Die kann eine Kunde nun bestätigen oder nicht. Dazu gibt es die Buttons „Abbrechen“ und „Verbindlich bestellen“. Bei Abbrechen wird wieder die Leitseite tabakgarage.de aufgerufen. Bei „Verbindlich bestellen“ werden die Daten in einer Zeile mit „;“ getrennt in die Datei bestellung.csv geschrieben und „Danke für Ihre Bestellung“  angezeigt.

Erweiterung der Fallstudie Sonja Schwarzhand will Katzenaccessoires verkaufen.

Nach dem Erfolg des Online-Zigarrenhandels über tabakgarage.de will Sonja Schwarzhand auch lernen, wie man eine Internetseite programmiert. Dazu bekommt sie von Ihrem Mann Arnold eine kleine Aufgabe, mit der sie alles üben kann, um eine Seite für Ihren Katzenshop aufzubauen.

Weitere Fallstudien

Baumeister7x24 – Eine Fallstudie für die Wirtschaftsinformatik

Fußnoten

[1] Die Geschichte ist nur halb erfunden, im Schwarzwald gibt es eine Zigarrenmanufaktur, die arbeitet ähnlich. Die handelnden Personen sind allerdings fiktiv, Sie finden ähnliche Personen iFilm und in Marvel-Comics.

[2] Ein Humidor ist ein Schrank, der mit ein wenig Elektronik die Luftfeuchtigkeit für die eingelagerten Zigarren konstant hält.

 

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