Honigbienen 2020

Blick durch den Adam Fütterer

Die Beobachtung der Honigbienen 2020 im Jahresverlauf. Primär steht die Weiterentwicklung der Betriebsweise in Mini Plus und die Verfeinerung der Messtechnik im Fokus.

Dieser Beitrag ist die Fortsetzung der Honigbienen-Beobachtungen aus 2019.

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Temperaturprofil in der Beute als Indikator für die Futtermenge

 

Januar

Ein Volk hat nicht überlebt 05.01.2020

Das Volk in der Dadant-Beute hat nicht überlebt. Die Waben sind voller Honig, die toten Bienen sehen unauffällig aus.

Totes Volk - Blick in die Beute

Abb. Leblose Honigbienen in der Dadant Beute

reichlich Poeeln und Honig in den Waben

Abb. Die Waben sehen unauffällig aus, es gibt genug Futter und Pollen.

Drei tote Honigbienen

Abb: Drei tote Bienen. Sie sind relativ klein, ansonsten ist nichts besonderes erkennbar.

Die Ursache für den Völkertot herauszubekommen scheint nicht so einfach. Sowohl die Kontaktaufnahme mit dem Bieneninstitut in Mayen als auch eine Nachfrage im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Krefeld brachte keine Klärung. Offensichtlich ist es kaum möglich, tote Bienen auf eine Todesursache zu untersuchen.

Umbau der Temperaturmessung 10.01.2020

Um 11:19 nimmt der Temperatursensor in der MiniPlus seinen Betrieb auf. Vorher war der Sensor in der Dadant-Beute verbaut, in der zur Zeit aufgrund des toten Volkes keine Temperaturmessung sinnvoll ist.

aktuelle Temperaturmessung aus dem Bienenstock

Abb: laufende, aktuelle Messung

Temperatur in Miniplus

Abb. Screenshot vom 12.01.2020. Zu sehen sind die Kapriolen nach der Notfütterung

Wiegen und Notfüttern 10.01.2020

Das Volk MP1 (Standort Willich) verzeichnet einen deutlichen Gewichtsverlust. Die Sichtkontrolle zeigt: leere Waben und unruhige Bienen. Daher bekommen die Bienen einen ADAM Fütterer aufgesetzt mit einer Mischung aus 1 kg Haushaltszucker und 0,5 kg Wasser.

Bienen Notfütterung - Betrachtung durch ein Fenster im Dom des Adam Fütterers

Abb. Bienen im Adam Fütterer. Die Haube hat ein durchsichtiges Fenster bekommen, das erleichtert die Kontrolle, ob die Bienen das Futter abnehmen.

Oxalsäurebehandlung 12.01.2020

Das Völkchen sitzt in einer engen Traube, da bietet sich die fällige Oxalsäurebehandlung an. Da es sich um ein Jungvolk handelt, werden nur 25ml der üblichen Dosis von 50 ml verwendet. Mit einer 20 ml Spritze lässt sich die Oxalsäure gut verteilen.

Bis zur Behandlung vielen in zwei Wochen 12 Milben, in den 48 Stunden nach der Behandlung bereits 113 Milben. Die Honigienen sind sehr reinlich und legen die durch die Oxalsäure gestorbenen Bienen vor der Beute ab. Weitere 24 Stunden später sind nur 5 Milben gefallen.

Auf dem Hochschuldach wurde am  13.01. behandelt. Nach 56 Stunden sind 190 Milben gefallen, in den darauffolgenden 24 Stunden noch einmal 90 Milben.

Temperaturprofil im Bienenstock als Indikator für die vorhandene Futtermenge 16.01.2020

Während das MiniPlus-Volk im Garten alles Futter verbraucht hat, hat das MiniPlus-Volk auf dem Hochschuldach noch gefüllte Waben. Die Temperaturkurven zeigen: Bei dem Volk im Garten ist die Temperatur oben in der oberen Zarge am höchsten, bei dem Volk auf dem Hochschuldach ist die Temperatur in der Mitte (und manchmal auch unten höher als oben. Ggf. ist es möglich, aus dieser Temperatur-Inversionslage auf das vorhandene Futter zu schließen. Eine naheliegende Erklärung: Die Bienen wandern von unten nach oben dem Rand des Futterkranzes hinterher. Wenn der Futterkranz aufgebraucht ist, sind auch die Bienen oben angekommen. Dann ist auch die Temperatur oben in der Beute höher als weiter unten in der Beute.

Derzeit wird der Aufbau nur an zwei MiniPlus-Beuten getestet. Um die Hypothese statistisch zu untermauern, wäre eine vergleichende Untersuchung an zwei mal sieben Beuten erforderlich. Zur Finanzierung sollen Forschungsanträge gestellt werden,

Unterschied im Temperaturprofil mit und ohne Futter
Abb. Temperaturprofil in MiniPlus, mit und ohne Futter

Test der solaren Energieversorgung mit 6 Volt Bleigel Akku 17.01.2020

Die bewährte solare Energieversorgung für die Video-Meisenkästen besteht aus mehreren Elektronikkomponenten. Daher können unterschiedliche Fehlerquellen auftreten, und ich bin noch auf der Suche nach einer einfacheren Lösung, die mit weniger Elektronik auskommt. Getestet wird eine ungeregelte Kombination aus einem 6 Volt Bleigelakku, der über ein 10 Watt Solarpanel ohne Solarregler lediglich über eine Schutzdiode geladen wird. Der Ladestrom ist immer so gering, dass der Akku durch die Dauerladung nicht geschädigt wird. Zwei Dioden zwischen Akku und Raspberry, dem Messrechner, senken die Betriebsspannung auf ein für den raspberry verträgliches Maß. Nachmittags um 15:00 bei bedecktem Himmel wurde ein Ladestrom von 13 mA gemessen. Der Raspberry Zero benötigt im Schnitt 110 mA. Es ist also mehrere Stunden Sonneneinstrahlung erforderlich, um die Energieversorgung so sicherzustellen. Die nächsten Tage sollen nun zeigen, ob der Alku durch diesen Aufbau geschädigt wird un ob das „Gesamtsystem“ nach Ausfällen selbstständig wieder anläuft.

Schaltung mit 6 Volt Akku und Schutzdioden

Abb.: Schaltung mit 6 Volt Akku und Schutzdioden

 

Weiterführende Quellen Links zu Honigbienen

Warum Imkern in MiniPlus?

 

 

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