live&online lehren – mit digitalen Lehrveranstaltungen aus der Corona Krise

Videoproduktion im Homeoffice

Online und digital statt Präsenz im Hörsaal – die Corona Krise verlangt nach smarten Ansätzen, damit das Corona-Semester kein Warte-Semester für die Studierenden wird. Im Folgenden stelle ich drei Ansätze für verschiedene Lehrformate vor, mit denen digitale Lehre gelingen kann.

Überarbeitet 03.04.2020

Inhalt:

1 Grundannahmen und -Voraussetzungen

2 Großveranstaltungen mit vielen Teilnehmern

3 Projektseminar mit bis zu 20 Teilnehmern

4 Programmier-Praktikum mit bis zu 80 Teilnehmern

5 Kurzanleitungen

1 Grundannahmen und -Voraussetzungen

1.1 Prämissen

Bei allen Ansätzen habe ich folgende Prämissen verfolgt:

  1. Einzelnen Studierenden soll kein Nachteil entstehen, wenn sie über die ein oder andere Technik nicht verfügen oder nicht teilnehmen konnten.
  2. Es gibt immer einen Plan B. Das heißt, die Studierenden erhalten alle Informationen über mindestens zwei getrennte und unabhängige Kanäle. Das führt zu einer hohen Resilienz aller Ansätze.
  3. Bei allen Studierenden wird lediglich vorausgesetzt:
    Internetzugang und mindestens ein Gerät mit Browser
    – Besitz eines Mailpostfaches
    – Zugang zum Hochschul-Lernmanagementsystem (Moodle bei der Hochschule Niederrhein)
  4. Es werden Technologien verwendet, die
    – einfach
    – modular kombinierbar
    – lizenzkostenfrei
    sind.
  5. In den Konserven-Videos sind Inhalte und dozierende Person abwechselnd oder gleichzeitig sichtbar. Die Aufmerksamkeitsspanne der Studierenden ist dann länger, daher ist das der didaktische Grund, warum den Videos ein Vorzug gegenüber z.B. einer reinen Folienvertonung gegeben wird.

1.2 Werkzeuge

In jedem Lehrformat kommen jeweils mehrere der folgenden Werkzeuge zum Einsatz:

  1. Folien: Die Folien wurden mit Power Point erstellt und in PDF konvertiert. Power Point ist nicht erforderlich, es können auch andere Werkzeuge wie Keynote (Mac) oder Open Office (Linux) eingesetzt werden.
  2. Videos: Die „Konserven-Videos“ wurden auf zwei alternative Weisen erzeugt:
    a) als Kombination von Smartphonevideo mit überlagerten Folien. Die Überlagerung und das Rendern erledigt bei mir das Programm imovie auf dem Mac (auf Windows funktionioniert MS MovieMaker gut). Dabei ist die individuelle Kontrolle hoch, es ist aufwendig, für 1 Stunde Video von der Idee bis zum Verlinken auf youtube benötige ich bis zu 11 Stunden.
    b) als Screencast. Für die gleichzeitige Darstellung von Folien und Dozentenvideo wurde eine einfache HTML/Javascript-Seite verwendet (screenpresenter). Die Aufnahme des Screens gelang auf dem Mac mit der darauf vorhandenen Software Quicktime (auf Windows wäre z.B. free cast einsetzbar, einige Kollegen setzen auf das kommerzielle Programm camtasia). Für 1 Stunde Video von der Idee bis zum Verlinken auf youtube benötige ich 2 Stunden.
  3. Moodle: Der Dreh- und Angelpunkt für alle Aktivitäten ist das Hochschul-Lernmanagement-System Moodle. Hier stehen alle Materialen zur Verfügung oder sind verlinkt. Insbesondere können Studierende hier auch alle Benachrichtigungen und Mails noch einmal nachlesen (Redundanz).
  4. Moodle Forum: Das Moodle Forum wird in zwei verschiedenen Anwendungsfällen eingesetzt:
    a) als Organisationstool und Selbsthilfewerkzeug für die Studierenden (Nacharbeiten der live&online Session)
    b) als Interaktives erweitertes Chat-Werkzeug (z.B. im Praktikumsbetrieb)
  5. youtube: Videos liegen auf youtube. youtube ist als Streamingplattform hochverfügbar und hat eine hohe Performanz, die mit „Bordmitteln“ schwer zu erreichen ist.
  6. youtube Livestream: youtube ist als Streamingplattform einfach nutzbar. youtube Livestream skaliert problemlos für große Teilnehmerzahlen, qualitätslimitierender Faktor ist die Uploadrate im Home-Office. Alle alternativ untersuchten „kostenfreien“ Videokonferenzsysteme (Microsoft Teams, Zoom, conf.dfn) haben sich bei mehr als 17 Teilnehmern weniger gut  bewährt ( z.B. temporären Verlust der Verbindung der Studierenden). Mit zwei Klicks lässt sich der  youtube Livestream  im Nachgang als Konserve vorhalten – so wird kein Studierender benachteiligt.
  7. Videokonferenzsysteme: Die Videokonferenzsyteme conf.dfn (DFN Verein), Zoom und Microsoft Teams konnte ich selber als „Webinarwerkzeug“ testen. Zoom hat in meinen Settings am ehesten überzeugt. Einige Kollegen nutzen Zoom, um Screencasts anzufertigen oder Adobe Connect oder Webex für die Videokonferenz.
  8. Audiomitschnitt: Mit Hilfe eines Smartphones habe ich die live&online-Sessions mitgeschnitten und die Audiodateien im Nachgang auf Moodle bereitgestellt. Durch diese redundante Bereitstellung haben auch Studierende, die nicht live&online dabei waren, die Möglichkeit, alles nachzuvollziehen – und niemand wird benachteiligt.
  9. Text Chat: Es wurde ein separater einfacher Textchat (chatesia) eingesetzt, um auch dann eine Kommunikationsmöglichkeit zu bewahren, wenn Studierende Unterbrechungen im Livestream hatten. Bei bis zu 105 erwarteten Teilnehmern habe ich von einer Nutzung des Moodle Forums aufgrund der Erfahrungen im Lernformat „Programmier-Praktikum mit bis zu 80 Teilnehmern“ abgesehen, da die Betreuung durch nur einen Dozenten live schwer zu schaffen ist. Den Text Chat habe ich im Nachgang auf Moodle abgelegt.
  10. Online-Programmierumgebung: Seit 15 Semestern setze ich in (nur wenigen) Modulen eine einfache selbstentwickelte Online-Programmierumgebung ein. Die Umgebung ist nicht frei verfügbar und nicht mandantenfähig. Als (funktionsreduzierter) Ersatz wäre das Hochladen von Quelltexten auf Cloudspeicher denkbar. Es werden HTML / CSS / Javascript / PHP / AJAX / PWA unterstützt. Die Studierenden benötigen lediglich Ihren Browser und einen Texteditor (Sublime Text auf Mac und Notepad++ auf Windows empfohlen). Auch Studierende der Betriebswirtschaftslehre kommen gut damit zurecht.

Die Zuordnung der Werkzeuge zu den Lehrformaten kann der folgenden Tabelle entnommen werden:

Werkzeug Groß-Veranstaltung Projekt-Modul Praktikum
Folien X X X
Video Konserve X X (X)
Moodle Ablage X X X
Moodle Forum X X
youtube X X
youtube Livestream X
Videokonferenzsystem X
Text Chat X X
Online Programmier Umgebung X X

 

2 Großveranstaltungen mit vielen Teilnehmern

2.1 Anlass

Das Modul besteht im Wesentlichen aus einer seminaristischen Vorlesung. Im Sommersemester 2020 sind 105 Studierende angemeldet.

2.2 Lehrformat und -organisation

Die Lehrveranstaltung plante ich kurzfristig in ein flipped classroom Konzept um. Die sonst übliche Präsenzphase findet nun – zu den ursprünglich geplanten Vorlesungszeiten – online statt.

2.3 Vorbereitungen

Für die Studierenden erhalten auf der Lernplattform (Moodle) vorab
– Vortragsfolien,
– Links auf Videos, die mit den Folien angefertigt wurden sowie
– ergänzende Texte bei besonders schwierigen (Datenmodellierung) oder besonders wichtigen (Topologie, Schreibregeln) Sachverhalten
bereitgestellt.

In einer erläuternden Mail eine Woche vor der ersten Online-Vorlesung bekamen die Studierenden eine Mail mit der Bitte, das vorhandene Material im Moodle-Raum für diese erste online-Vorlesung zu sichten. Ebenso waren Informationen zu den in der online-Vorlesung genutzten Werkzeuge (youtube Livestream, externes Mini Chat Programm: chatesia) beigefügt.

2.4 Werkzeuge und Plattformen für die Vorbereitung

  1. Folien
  2. Videos
  3. Moodle Ablage
  4. youtube

2.5 Ablauf der Online-Veranstaltung

Die Online- Veranstaltung wurde den Studierenden explizit als flipped classroom Konzept kommuniziert, die ursprünglich geplante Vorlesungszeit wurde gestaffelt genutzt:

  1. Eine Zeitstunde live&online
  2. Eine Zeitstunde Nachlesen durch die Studierenden und Aufräumarbeiten des Dozenten
  3. Weitere Zeitstunde live&online

Während der live&online-Session nutzen Dozent und Studierende einen Video-Livestream (youtube) und ein Text Chatprogramm (chatesia) parallel. Im Text Chat stellen Studierende Fragen (zu den Inhalten, aber auch zu Verfahrensfragen wie Prüfungsanforderungen), im Livestream beantwortet der Dozent die Fragen und gibt zusätzliche Hinweise.

Parallel habe ich mit einem Smartphone einen redundanten Audiomitschnitt des Livesteams als Konserve gefertigt. Diese Vorsichtsmaßnahme war erforderlich, da es durch die begrenzte Uploadrate des heimischen Arbeitsplatzes zu leichten Lags (selten) und Aussetzern (jeweils kurz) kam.

In der Stunde zwischen den live&online Sequenzen und danach wurde der Inhalt des Text Chats sowie der Audiomitschnitt auf Moodle hochgeladen, ebenso wurde das Livestream-Video verlinkt. Studierende, die nicht teilgenommen hatten, können nun alles auf Moodle nachhören.

Vorteil: Damit hatte diese digitale Veranstaltung eine höhere Redundanz und höhere Gleichbehandlung für die Studierenden als eine übliche Präsenzvorlesung.

2.6 Werkzeuge und Plattformen für die live&online-Session

  1. youtube Lifestream
  2. Text Chat
  3. Audiomitschnitt
  4. Moodle Ablage: Alle Ergebnisse der live&online Session werden zum Nacharbeiten auf Moodle eingestellt.

2.7 Fazit

In der ersten live&online Session wurde 37 gleichzeitige Teilnahmen registriert, in der zweiten 22. Damit liegt die Beteiligung in diesem Modul knapp unter der vergleichbaren Präsenzvorlesung. Technisch hat alles reibungslos funktioniert, kein Studierender klagte über Verbindungsabbrüche. Die Fragerate im Textchat war zu bewältigen. Die Studierenden reagierten recht diszipliniert. Aufgrund dieser Erfahrung würde ich eine solche Veranstaltung für bis zu 250 Personen (gemeldet) anbieten.

Viele Studierende äußerten sich dankbar, dass es dieses digitale Angebot gibt. Teilweise wurde aus Ländern jenseits des Mittelmeeres teilgenommen.

Diese Art der Online-Lehre ist für den Lehrenden in der Vorbereitung deutlich arbeitsintensiver und in der Durchführung deutlich belastender als eine Präsenzveranstaltung. Zur Zeit würde ich mir höchstens eine solche Veranstaltung pro Tag zumuten.

3 Projektseminar mit bis zu 20 Teilnehmern

3.1 Anlass

Das Modul besteht aus einer seminaristischen Vorlesung als Blockkurs, einer Projektphase mit Zwei-Personen-Projektteams und individuellen Statusmeetings sowie zwei gemeinsamen Präsentationsterminen. Im Sommersemester 2020 sind 19 Studierende angemeldet.

3.2 Lehrformat und -organisation

Die Lehrveranstaltung plante ich kurzfristig in eine Art flipped classroom Konzept um. Die sonst übliche Block-Präsenzphase wurde nun online durchgeführt. Die sonst gemeinsamen Übungen erfolgten in Einzelarbeit.

3.3 Vorbereitungen

Die Studierenden erhielten auf der Lernplattform (Moodle) vorab
– Vortragsfolien,
– ergänzende Erläuterungen
– exemplarische Projektdokumentationen aus früheren Semestern
– das Moodle Forum für Fragen&Antworten sowie zur Projektfindungsabstimmung.

Eine Woche vor der ersten Online-Veranstaltung habe ich die Studierenden in einer Mail gebeten,  das vorhandene Material für dies gesamte Blockveranstaltung im Moodle-Raum zu sichten.

Auch bekamen die Studierenden Links auf die in der Online-Veranstaltung genutzten Werkzeuge (Videokonferenz des DFN-Vereins, externes Mini Chat Programm: chatesia).

3.4 Werkzeuge und Plattformen für die Vorbereitung

  1. Folien
  2. Videos
  3. Moodle Ablage
  4. Moodle Forum: Im Forum sollen sich Studierende vernetzen und auch gegenseitig helfen. Die Studierenden finden zu Projektteams im Forum zueinander.
  5. youtube
  6. Online Plattform für Programmierübungen

3.5 Ablauf der Online-Veranstaltung

Die Online-Veranstaltung kommunizierte ich den Studierenden gegenüber explizit als „Meta-Veranstaltung“. Es wurde die ursprünglich geplanten Block-Seminarzeiten über zweieinhalb Tage gestaffelt genutzt:

  1. Zweieinhalb Stunden live&online Diskussion
  2. Zwei Stunden Nachlesen und programmieren üben durch die Studierenden und Aufräumarbeiten des Dozenten
  3. Weitere zweieinhalb Stunden live&online
  4. programmieren üben und Nutzung des Moodle Forums, ohne Zeitbeschränkung.

Während der live&online-Session wurde das Videokonferenzsystem des DFN-Vereins verwendet. Einige Studierenden schalteten sich via Telefon und nicht via Video hinzu. Parallel lief ein Text-Chatprogramm (chatesia) . Im Text Chat stellten Studierende Fragen, diese beantwortete ich parallel im Konferenzsystem und gleich im Chat  in Textform (Fragen auch zu den Inhalten, aber insbesondere Verfahrensfragen wie Prüfungsanforderungen und Abstimmungen zu der Projektthemenwahl und dem Zusammenfinden der Projektteams).

Parallel zur Videokonferenz habe ich ein Smartphone für einen redundanten Audiomitschnitt der Videokonferenz genutzt. Ein Speichern der Videokonferenz mit dem DFN- Tool gelang mir in den Veranstaltungen kein einziges Mal.

Nach den live&online Sequenzen habe ich den Inhalt des Text Chats sowie der Audiomitschnitt auf Moodle unverzüglich hochgeladen.

3.6 Werkzeuge und Plattformen für die live&online-Session

  1. conf.dfn: Das Videokonferenzsystem des DFN-Vereins ist nutzbar, ist jedoch zur Zeit stark ausgelastet. Die meisten Studierenden wollten nicht im Konferenzsystem sprechen und nutzten lieber den Textchat. Zwei Studierende nutzten lieber die Telefoneinwahl zum Konferenzsystem..
  2. Text Chat
  3. Moodle: Alle Ergebnisse der live&online Session werden zum Nacharbeiten auf Moodle eingestellt.
  4. Moodle Forum: Schon während der live&online Session konnten sich Studierende im Forum austauschen und Projektteams bilden.

3.7 Fazit

In der  live&online Session wurde 14 gleichzeitige Teilnahmen registriert. Damit liegt die Beteiligung in diesem Modul unter der vergleichbaren Präsenzveranstaltung (normalerweise kommen 18 von 20). Technisch hat die Videokonferenz eingeschränkt funktioniert, Studierender klagten über Verbindungsabbrüche. Am Nachmittag war es besser als am Vormittag. Dienstags besser als Montags. Die Fragerate im Textchat war gut zu bewältigen. Die Studierenden reagierten diszipliniert.

Alle teilnehmenden Studierende äußerten sich dankbar, dass es dieses digitale Angebot gibt.

Es ist für den Lehrenden in der Vorbereitung deutlich arbeitsintensiver und in der Durchführung ein wenig belastender als eine Präsenzveranstaltung. Das gemeinsame Üben und diskutieren über Quelltexte ist erschwert. Es ist ein möglicher Ersatz für die Präsenzveranstaltung, aber es ist kein guter Ersatz.

Anmerkung 1: Mit der gleichen Technik wurde eine Woche vorher versucht, eine online-Vorlesung in einem anderen Modul mit über 30 Teilnehmern zu gestalten. Das würde ich nicht empfehlen, da das Arbeiten mit dem Videokonferenzsystem die meisten (Regelungs-)Ressourcen des Dozenten band. Es sei das Vorgehen „Großveranstaltungen mit vielen Teilnehmern“ empfohlen, kein Videokonferenzsystem.

Anmerkung 2: Experimente mit anderen Personenkreisen vergleichbarer Anzahl ergab, dass Zoom etwas besser und Microsoft Teams vergleichbar zu conf.dfn nutzbar ist.

4 Programmier-Praktikum mit bis zu 80 Teilnehmern

4.1 Anlass

Das HTML-Programmier-Praktikum ist Teil eines Moduls für berufsbegleitende Studierende und wird Samstags durchgeführt. Im Sommersemester 2020 sind 80 Studierende angemeldet.

4.2 Lehrformat und -organisation

Das sonst übliche Präsenzpraktikum haben Lehrbeauftragter, Tutoren und ich nun online durchgeführt. Die sonst als Partnerarbeit gemeinsamen Übungen der Studierenden erfolgten in Einzelarbeit.

4.3 Vorbereitungen

Die Studierenden erhielten auf der Lernplattform (Moodle) vorab
– Vortragsfolien,
– das Moodle Forum für Fragen&Antworten
– ein einführendes Video des Lehrbeauftragten.

In einer erläuternden Mail eine Woche vor der ersten Online-Veranstaltung bekamen die Studierenden Informationen, in denen sie auch gebeten wurden, sich mit den Online-Plattformen vertraut zu machen.

4.4 Werkzeuge und Plattformen für die Vorbereitung

  1. Folien
  2. Moodle: Der Dreh- und Angelpunkt für alle Aktivitäten ist das Hochschul-Lernmanagement-System Moodle. Hier finden Studierende alle Materialen und Zugangsdaten zu weiteren Plattformen. Insbesondere können sie  alle Benachrichtigungen  hier noch einmal nachlesen. Musterlösungen für die Übungsaufgaben werden mit (didatktisch bewusst so gewähltem) Zeitverzug nach der live&online Veranstaltung bereitgestellt.
  3. Moodle Forum: Im Forum sollen sich Studierende vernetzen und auch beim Üben im Nachgang gegenseitig helfen.
  4. Online Plattform für Programmierübungen

4.5 Ablauf der Online-Veranstaltung

Die live&online-Session wurde den Studierenden als gemeinsame Online-Veranstaltung mit Lehrbeauftragtem und Tutorinnen kommuniziert und die ursprünglich Samstags geplanten Präsenz-Praktikumszeiten genutzt.

Wichtig: Die Online Veranstaltung wurde von fünf Personen begleitet: Der Lehrbeauftragte, drei Tutorinnen und ich als  Notfall-Support.

Während der live&online-Session nutzten wir als primäres Kommunikationsmedium das Moodle Forum. Die Studierenden stellten reichlich Fragen. Alle Lehrpersonen konnten zusammen mit den Studierenden deren Quelltexte durchschauen, Rat geben und so die Studierenden fast wie gewohnt zum Erfolg führen.

4.6 Werkzeuge und Plattformen für die live&online-Session

  1. Online Plattform für Programmierübungen
  2. Moodle Forum: Das Moodle Forum ist im online-Praktikum das einzige Kommunikationsmittel
  3. Moodle: Alle Ergebnisse der live&online Session werden zum Nacharbeiten auf Moodle eingestellt. Schon während der live&online Session konnten sich Studierende im Forum austauschen.
  4. WhatsApp: Lehrbeauftragter und Tutorinnen stimmen sich während des Praktikums im Hintergrund über Whats App ab.

4.6 Fazit

In der  live&online Session haben 44 Studierende aktiv mitgearbeitet. Damit liegt die Beteiligung in diesem Modulteil  unter der vergleichbaren Präsenzveranstaltung. Technisch und vom Ablauf her hat die Online-Veranstaltung gut funktioniert.Die Studierenden reagierten diszipliniert.

Für die Betreuung des Moodle-Forums ist Personal erforderlich. Mit weniger als den fünf Lehrpersonen hätte diese Form der Veranstaltung nicht funktioniert. Was fehlt, ist das Erkennen-können, wenn Studierende nicht gut klar kommen, dazu benötigen die Tutorinnen Sichtkontakt zu den Studierenden.

Alle teilnehmenden Studierende äußerten sich dankbar, dass es dieses digitale Angebot gibt, da insbesondere berufsbegleitende Studierende bei einem gänzlichen Ausfall (Null-Semester) in arge Planungsnöte geraten.

Diese Form der Praktikumsbetreuung ist  für Lehrende in der Vorbereitung arbeitsintensiver und in der Durchführung etwas belastender als eine Präsenzveranstaltung. Das gemeinsame Üben und diskutieren über Quelltexte ist erschwert. Das Online-Praktikum ist ein möglicher Ersatz für die Präsenzveranstaltung, aber es ist kein guter Ersatz.

5 Kurzanleitungen

5.1 youtube Livestream

youtube Livestream ist sehr einfach und robust.

5.1.1 Voraussetzungen

Sie benötigen:

  • ein Google Mail Konto
  • einen youtube Account
  • Ihren Kanal müssen Sie für Livestream freischalten

Livestream funktioniert auf Ipad und Co. nur, wenn Sie mehr als 1000 Abonmenten haben. Auf Mac und PC auch bei weniger.

5.1.2 Vorgehen

  1. youtube im Browser starten und anmelden
  2. rechts oben klicken und Livestream starten
  3. Empfohlene Einstellungen: Modulnummer als Titel, „Nicht gelistet“ (Nur die. die den Link kennen, können zuschauen), „Später planen“ (Erzeugt für Zuschauer vorher einen Countdown) „Chat zulassen“ ausschalten und ein separates Chatprogramm verwenden.
  4. Teilen, den Link kopieren und via Mail verschicken.
  5. Zum vorgewählten (Vorlesungs-)Zeitpunkt wieder in den Livestream gehen und Reiter „Verwalten“ anwählen. Dann Klick auf den vorbereiteten Livestream.

Weitere Anleitungen zum Umgang mit den Werkzeugen  werden an dieser Stelle noch folgen

Quellen

Beispiele für digitale Lehre an der Hochschule Niederrhein: https://www.hs-niederrhein.de/corona/digitale-lehre/

Beispiel Konserven Video (Modellierung der Topologie) https://youtu.be/vEAFhq08dgw

Teile diesen Beitrag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.