Das ist naturWatch.HN

Ziel von naturWatch HN ist es, bis Mitte 2018 einen Bausatz für die internetgestützte, autarke Naturbeobachtung zu entwickeln, der von (beinahe) jedem mit Heimwerkerkenntnissen für unter 300 Euro Materialkosten aufgebaut werden kann. Mit den Beobachtungsmöglichkeiten soll im Anschluss an des Projekt ein Beobachtungsnetzwerk aufgebaut werden, um Erkenntnisse zunächst für den Vogelschutz zu gewinnen.
Ein Sekundärziel ist, die Verbindung von Naturschutz, Naturerleben und Digitalisierung aufzuzeigen – Naturschutz 4.0. Schon während der Projektlaufzeit zeigt sich, dass damit junge Menschen angesprochen werden und die Digitalisierung aus der Nerd-Ecke herauskommt. Auch bei Mädchen wird IT damit anschlussfähig. Ergebnisse aus dem Projekt fließen in die Raspberry Pi Schülerworkshops der Hochschule Niederrhein ein und bilden den motivationalen Rahmen für den Girls Day 2018 des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftsinformatik).

Der im Rahmen des Projektes entwicklelte Bausatz soll geeignet sein, Höhlenbrütern wie Kohlmeisen oder Kleiber eine Nistgelegenheit zu geben und sie beim Brüten zu beobachten. Die Technik kann aber leicht an andere Beobachtungssituationen angepasst werden. Aktuell werden Vorversuche mit einer Nisthilfe für Erdhummeln entwickelt und erprobt. Eine Herausforderung stellt die Beobachtung unter Wasser (Fische, Amphibien, Libellenlarven…) dar, die in einem Folgeprojekt mit Unterwasserrobotern angenommen werden soll..

naturWatch HN ist ein Projekt der Hochschule Niederrhein mit den Partnern

  • Astrid Lindgren Schule, Willich-Schiefbahn,
  • Hegering Vorst,
  • Bischöfliche Marienschule Mönchengladbach,
  • Justizvollzugsanstalt Willich.

Die Justizvollzugsanstalt hilft mit ihrer Schreinerei bei der Entwicklung des eigentlichen Nistkastens. Die Prototypen werden aus Seekiefernsperrholz gefertigt. Die Elektronikkomponenten basieren auf dem Raspberry Pi und der Raspberry Pi Infrarotamera. Eine große Herausforderung ist die autarke Energieversogung mit Solarzellen und Akku. An das Projekt werden mehrere studentische Arbeiten gekoppelt. Somit ist ein dritter Outcome des Projektes der Transfer zurück in die Hochschullehre.

Die Technik wird erprobt am Schiefbahner Internet-Meisenkasten unter meisencam.cbrell.de. Bis Mitte März 2018 sollen Prototypen an anderen Standorten zum Einsatz kommen.

Das Projekt wird von der Heinz Sielmann Stiftung (https://www.sielmann-stiftung.de/) gefördert und von der Telekom mit einer Spende unterstützt.

Die Hochschule Niederhein freut sich über Förderinteressierte für die Folgeprojekte.

Interessenten können schon jetzt Kontakt aufnehmen mit

Prof. Dr. Claus Brell, claus.brell@hsnr.de